![]() |
|
CalotypieAnders als die Daguerrotypie - und auf eine gewisse Weise ein Konkurrent - ist die Calotypie von William Henry Fox Talbot, die zumindest eines der Probleme des anderen Verfahrens löst. 1835 stellt er das erste Papiernegativ her - ein mittlerweile berühmter Blick aus dem Fenster von Talbot, das von der Größe und Qualität mit den Aufnahmen der Daguerrotypie bei Weitem nicht mithalten kann. Doch durch andauernde Verbesserungen nehmen die Fotos an Größe, Schärfe und Kontrast zu. Der große Vorteil dieser Technik ist unzweifelhaft, dass man von den Negativen so viele Positivabzüge machen kann, wie man will - ein Prinzip, das auch heute noch seine Gültigkeit hat. Der Siegeszug der Fotografie bleibt derweil ungebrochen - es entstehen zahlreiche Gesellschaften, in denen sich Interessierte zusammen finden. Alleine in London gibt es Mitte der 60er Jahre 42 dieser Gesellschaften. 1948 ist es erneut an einem Niépce, diesemal Abel Niépce de Saint-Victor, die Technik von Talbot zu verbessern. Statt Papier als Grundlage für die Negative zu verwenden, das seine Unregelmäßigkeiten auf das spätere Positiv überträgt, gelingt es ihm, Silbernitrat auf eine Glasplatte aufzubringen - auf diese Weise können sehr viel feinere Details und eine höhere Qualität dargestellt werden. Allerdings bedarf es einer so langen Belichtungszeit, dass sich diese Technik vorerst nur für die Fotografie von Gebäuden oder Landschaften, nicht für Portraits eignet. |
|
|
Umstandskleid |
|