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Die ersten BilderÜber die ersten Versuche, die Wirklichkeit abzulichten, mögen Meister der Malerei vielleicht nur gelächelt haben - sie waren von den heutigen Möglichkeiten noch sehr weit entfernt. Extrem lange Belichtungszeiten erlaubten anfangs nur die Fotografie von unbewegten Objekten wie z.B. Gebäuden, die Auflösung, der Kontrast und vor allem auch die Schärfe der Bilder waren sehr gering. Zudem standen dem Fotografen nur zwei Farben zur Verfügung: schwarz und weiß, mit einigen Grauabstufungen dazwischen. Die Faszination der Technik an sich war es jedoch, die die Pioniere begeisterte und letztlich die Grundlage für die heute jedermann zugängliche, qualitativ hochwertige Fotografie legte.
1790 experimentiert der Chemiestudent T.Wedgewood mit Stoffen, die auf Licht empfindlich reagierten, und versucht ein "Foto" der in der camera obscura dargestellten Bilder zu fertigen, was ihm allerdings nicht gelingt. Die camera obscura war seit Jahrhunderten bekannt - Leonardo da Vinci hat bereits 1519 eine Zeichnung von diesem Gerät angefertigt - sie galt als ein Hilfsmittel zur Anfertigung von Bildern. Demnach lag es nahe, sie als optischen Ausgangspunkt für die Fotografie zu verwenden.
![]() Das erste Foto von Nicéphore Niépce aus dem Jahre 1827 Auch die Brüder Niépce versuchen, die camera obscura als Ausgangspunkt zu nehmen, bauen aber schließlich eine eigene Kamera und machen damit 1816 die ersten Papierfotografien. 1927 gelingt es den Niépce, eine Zinnplatte durch Asphalt lichtempfindlich zu machen und den Blick aus einem Zimmer festzuhalten - es entsteht das erste Direktpositiv, das aber nicht den weiteren Weg der Fotografie bestimmen soll. Die Belichtungszeit für das Bild betrug acht Stunden und es wurde dadurch fixiert, dass das verwendete Material durch das einfallende Licht aushärtete und an den Stellen somit haltbar wurde. |